accordionimg1

Sonnenanbeter & Katta-Yoga

Das Abenteuer Zoo kann man gar nicht oft genug erleben und es ist immer wieder ein besonderes Ereignis für das d[u]isCover-Team, den spannenden Geschichten der Tierpfleger zu lauschen, denn jeder einzelne kennt seine Schützlinge nur zu gut. Wer kennt nicht die überdrehten und partywütigen Kattas aus den „Madagascar“-Filmen? – Ehrlich, wir haben auf der Fahrt dorthin schon „I Like To Move It“ von King Julian im Auto gesungen und die Stimmung mit guter Laune aufgeheizt. Und wussten Sie, dass die Menschen tatsächlich früher Angst vor ihren Schreien hatten und sie für Waldgeister hielten?

Lemuren

Kattas, Varis und Makis – das ist kein Sushi, sondern das sind Tiere, die auf Madagaskar leben und die alle zur Lemuren-Familie gehören. Besonders auffallend an den Kattas ist der bis zu knapp 60 cm lange schwarz-weiße geringelte Puschelschwanz, der sowohl als Kommunikationsmittel als auch zur Verteidigung dient. Die Männchen haben oberhalb der Hände Duftdrüsen und reiben ihn damit ein, um den Gegner zu vertreiben – zur Not haut er damit aber auch mal zu. Zudem hilft der Schwanz natürlich auch zur Balance der enormen Sprungkraft. Sie ernähren sich gerne gesund von Salat, Petersilie, Möhre und Gurke. Als besonderes Leckerli gibt es riesige Heuschrecken, die sie mit ihren saugnapfartigen Pfötchen in den Händen halten und genüsslich-knackend verspeisen – klingt so ähnlich wie bei uns der Chips-Abend. Da ein Mohrenmaki-Mann Diabetes hat, dürfen sie nicht mit Obst gefüttert werden, insbesondere nicht von den Besuchern, die es leider doch zu oft tun – ohne zu wissen, wie gefährlich es für ihn sein kann.

Alle Kattaweibchen einer Gruppe werden zur gleichen Jahreszeit paarungsbereit. Die Jungtiere werden nach ca. viereinhalb Monaten mit knapp 80 g Körpergewicht geboren und anfangs am Bauch der Mutter getragen. Bereits nach zwei Wochen reiten die Jungtiere auf dem Rücken der Mutter. Neben den Muttertieren sorgen sich auch andere kinderlose Weibchen, sogenannte Tanten, um die Aufzucht der Jungtiere. Auf diese Weise wird der Gruppenzusammenhalt gefördert. Und wie im echten Leben – auch hier haben die Weibchen das Sagen!

Wie die Lemureninsel entstand


Gleich vorne, in der Nähe des Zoo-Eingangs, befindet sich der Eingang zur Insel umgeben von Bambussträuchern und Pflanzen. Nachdem man über eine kleine Brücke eines Wasserlaufs gegangen ist, steht man quasi mitten im Geschehen. Denn die hübschen Äffchen mit ihrem durchdringenden Blick können sich hier frei bewegen und sich unter die Besucher mischen oder ein ausgiebiges Sonnenbad nehmen.

Den ganzen Bericht lest Ihr in der aktuellen Ausgabe August/September 2019.