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gorilla ueberschrift

Wer denkt, dass Gorillas wie wir Menschen ticken, irrt sich gründlich. Wir sind froh, dass wir uns mit den Tierpflegern und wirklich wichtigen Akteuren am Gorillagehege treffen, denn Jan Woudboer, genannt „Woody“, und Alex Nolte sind nicht nur ihre Tierpfleger, sondern auch wichtige Bezugspersonen für sie. Die Begrüßung vor dem Gehege ist sehr herzlich und während sie uns von den Gorillas erzählen, gesellen sich viele Zoo-Besucher zu uns und lauschen interessiert.

Einzigartig und eindrucksvoll


Die dunklen Riesen mit den Knopfaugen sind sehr empfindlich; doch werden sie dann auch gerne mal rabiat, wenn Handwerker durch das Innengehege gehen, die sie nicht mögen. Sie spüren es regelrecht, wenn die Tierpfleger entspannt sind und vertrauen ihnen. Ein Vertrauen, das man sich erst einmal verdienen muss, aber auch eines, das man nicht irgendwo auf einer Fortbildung lernt, sondern erst, wenn man seine Tiere tagtäglich sieht und Verhaltensmuster ableiten kann. So wird das Leben vor und hinter dem Zaun für alle weitaus entspannter. Und dass sie entspannt sind, beweisen sie ziemlich deutlich, wenn es darum geht, wer wo in der Familienhierarchie steht. Hierbei sollte man sich immer wieder eines ins Bewusstsein rufen: Trotz der Ähnlichkeit zum Menschen gehorchen sie immer einem Instinkt und handeln deshalb auch nicht immer menschlich. Nur wenn man die Tiere auch Tiere sein lässt, entsteht ein gesunder Gruppenverbund, der dann eben diese wunderschönen Zuchterfolge vorweisen kann.
zoo duisburg duiscover gorillas

Duisburger Erfolgsgeschichte


Bereits seit 1962 werden Gorillas im Duisburger Zoo gehalten, doch da sich einfach kein Nachwuchs einstellen wollte
und es irgendwie immer Unfrieden gab, „krempelte“ man die Gruppe 2008 mit beachtlichem Erfolg komplett um und die große, sehr naturnah an die Bedürfnisse angepasste Anlage sowie der im Inneren nicht einsehbare Bereich, der ihnen die Möglichkeit gibt, sich überall frei zu bewegen und doch für jeden einzelnen von ihnen Rückzugsorte bietet, waren sicherlich ein weiterer wichtiger Schritt. Dazu macht man hier alles, um den Gorillas neben gesunder Ernährung auch das notwendige Vertrauen zwischen ihnen und den Tierpflegern zu vermitteln – jedoch nur so viel wie nötig, sodass sie trotz allem Tiere bleiben, in deren Hierarchie man sich nach Erfahrungswerten nicht zu sehr einmischen darf. „Worauf wir wirklich stolz sind, ist, dass wir keine Handaufzuchten hatten“, verrät uns Woody, „denn das ist der Beweis, dass die Gruppe intakt ist und wir souveräne Gorillas haben.“ Woody und Alex kennen neben der Mimik und dem Gesamtverhalten alles, was sie betrifft, und sind die ersten, die erkennen, wenn es einem nicht so gutgeht, oder bemerken sofort an ihrem Verhalten, wenn sie von Zoo-Besuchern (trotz Verbot) gefüttert wurden – was für die Gorillas extrem gefährlich werden kann. Die Gorillakinder hingegen sind stets zu Schabernack aufgelegt und klopfen sich übermütig auf die Brust – sie lassen sich nur zu gern von ihren Vertrauenspersonen mal den Bauch kitzeln und dann verzieht sich das Gesicht zu einem Grinsen, eben wie beim Menschen. Dann quietschen sie leise und vergnüglich vor sich hin. Die Augen strahlen und man erkennt den Stolz der beiden Zoo-Mitarbeiter, wenn sie so von „ihren Gorillas“ sprechen.

Die Familie


Die Sonne scheint und alle sitzen draußen und genießen die frische Gemüseauswahl des Tages – nein, keine Bananen, denn Obst wie Bananen sind nicht gesund für sie. Neben Blattwerk und Pflanzen, die für ihre Verdauung wichtig sind, bevorzugen sie wilden Sellerie, Disteln und Nesseln sowie ...

Den ganzen Bericht lest Ihr in der aktuellen Ausgabe Juni/Juli 2019.

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