Krauza Ueberschrift
 

Heute führt Sofia-Christina Krauza einen Seniorenhilfsdienst mit Nächstenliebe und viel Herz. Man kann jedem nur vor dem Kopf schauen und vermutet nicht, was sie durch viel
Mut und eisernen Willen erreicht hat.
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Weg von Zuhause
Sofia-Christina Krauza träumte schon viele Jahre davon, irgendwann von Zuhause auszubrechen, um den Vorstellungen ihrer Eltern zu entfliehen und ihr eigenes Leben aufzubauen. Sie, die ihr stetig vorgaben, was sie zu tun und zu lassen hatte, sollten nicht als Vorbilder für ihre Zukunft dienen. Das Leben als Hausfrau unter einem dominanten Ehemann wollte sie nie. Ihre Heimatstadt Wejherowo liegt im ehemaligen Pommern; eine schöne Stadt mit vielen Gebäuden aus den vergangenen Jahrhunderten und einer vorwiegend sehr christlich geprägten Bevölkerung.

Nach einem fürchterlichen Streit und vielen Diskussionen kam die 18-jährige Sofia-Christina Krauza mit ihrem Pass und mit nur einem Koffer nach Duisburg-Neumühl. „Als ich dort morgens die Fenster öffnete und die Kinder spielen sah, weinte ich vor lauter Heimweh“, erinnert sie sich mit trauriger Stimme.

Der erste Job
„Ich konnte nicht ein Wort Deutsch und meldete mich umgehend zu einem Deutschkurs an, damit ich mich in der neuen Heimat verständigen konnte. Bereits drei Wochen später begann ich in einem Friseursalon als Aushilfe bzw. Mädchen für alles“, erzählt sie lächelnd. „Jeder hat mich umgehend korrigiert, abends schaute ich so viel Fernsehen, wie es nur ging, und mein damaliger Freund übersetzte mir, damit ich es nachsprechen und lernen konnte. Ruckzuck lernte ich Deutsch und meldete mich bereits nach einem halben Jahr vom Deutschkurs ab. Der Umgang mit Menschen bereitete mir schon immer sehr viel Freude, doch das viele Stehen bei meiner Arbeit ging zu Lasten meiner Gesundheit.“ So riet ihr eines Tages eine ihrer Stammkundinnen, sich bei dem Pflegedienst zu bewerben, bei dem sie auch arbeitete. Sofia-Christina ergriff ihre Chance und bewarb sich – mit Erfolg, denn sie wurde eingestellt.
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Helfen wurde zur Berufung
Erst arbeitete sie als Hauswirtschaftsbetreuung, später absolvierte sie ihre Fortbildung zur Alltagsbegleiterin. Sie lernte viel, arbeitete hart und viele Kunden verbesserten ihr holpriges Deutsch oft und gerne. Im Gegenzug scherzte Sofia-Christina Krauza viel mit ihnen, um etwas zurückzugeben und Freude zu bereiten. „Es war eine schöne Zeit“, sinniert sie, „denn endlich hatte ich einen Platz in der Welt gefunden, mein eigenes Einkommen und eine Perspektive. Alle mochten mich und ich liebte meine Arbeit, denn ich spürte, wie sehr sich meine Kunden auf mich freuen, damit ich sie zum Arzt, bei Behördengängen und zum gemeinsamen Einkaufen begleitete.“

Fortbildung ohne Unterstützung
2009 wollte sie sich zur Betreuungsassistentin mit Anerkennung fortbilden lassen, doch sie fand keine finanzielle Unterstützung oder Fortbildungsmaßnahme. Wäre sie arbeitslos gewesen, hätte es Möglichkeiten für sie gegeben. Über die Caritas in Düsseldorf fand sie schließlich eine geeignete Ausbildungsmöglichkeit und paukte wie verrückt, insbesondere an den Wochenenden, um die deutschen Fachbegriffe zusätzlich zum eigentlichen Stoff zu lernen. Ihr Fleiß zahlte sich aus! Endlich durfte sie auch betreuen, was ihr besonders wichtig war. Die Prinzipien ihrer Ausbildung gefielen ihr, der streng erzogenen Katholikin, ganz besonders gut:

„Die Absicht ist, durch individuelle Zuwendung und höhere Wertschätzung alten Menschen Sicherheit und Orientierung zu geben. Die zusätzliche Betreuung und Aktivierung ermöglichen den Austausch mit anderen Menschen, die Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft und fördern insgesamt die Lebensqualität älterer Menschen.“


Der Schritt in die Selbstständigkeit
Es hat ihr schon immer viel gegeben, anderen Menschen zu helfen. Die Arbeit im Pflegedienst hat ihr immer Freude bereitet, doch irgendwann merkte sie, dass viele Kunden in der Betreuung mehr benötigten, als das, wofür sie bezahlt wurde.

Und so fasste sie, elf Jahre nach ihrem Umzug nach Duisburg, den Entschluss, sich mit einem eigenen Seniorenhilfsdienst selbstständig zu machen. Heute hat sie ein schönes Büro in Duissern mit über zehn Mitarbeitern … fürs Büro, als Alltagsbegleiter und Hauswirtschaftskräfte. Sie schult ihre Mitarbeiter mit Qualität und Menschlichkeit.
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Parallel zu ihrer Selbstständigkeit hat sie noch ein Fernstudium in Betriebswirtschaftslehre für Pflegeberufe erfolgreich absolviert. Sie wirkt zufrieden mit sich und ihrem Leben, insbesondere seit Aiko, ein Shar-Pei-Rüde, sie nicht nur privat, sondern auch beruflich zu ihren Kunden begleitet, was vielen von ihnen ein Strahlen in die Augen zaubert, wenn sie den liebenswert-knuddeligen Hund mit seinem sonnigen Gemüt sehen.

Seniorenbetreuung
Hier bedient die sympathische Betreuerin in erster Linie alle Ansprüche, die bereits ab Pflegegrad 0 gefördert werden. Was viele Senioren tagtäglich benötigen – allgemeine oder pflegebedürftige Anforderungen, die im Alltag erfüllt werden müssen.
Sogenannte „Niedrigschwellige Betreuungs- und Entlastungsleistungen“ sorgen dafür, dass man Hilfsmittel besorgt, pflegende Angehörige entlastet (stundenweise oder als Urlaubsvertretung), die Haushaltsreinigung übernimmt oder das Haustier versorgt. Entlastung und Hilfe, die man gerne annehmen darf.

Häusliche Versorgung
Menschen, die aufgrund ihrer körperlichen Einschränkungen nicht in der Lage sind, sich selbst zu versorgen, und über keine Angehörigen im näheren Umfeld verfügen, genießen die Vorzüge, dass ihnen jemand bei der Einkaufsplanung und beim Einkaufen zur Hand geht oder mit ihnen gemeinsam die Mahlzeiten zubereitet, die Reinigung der Wohnung übernimmt, Gardinen wäscht oder einfach beim Betten beziehen hilft.

Betreuung von Demenzkranken
Diese Menschen mit „eingeschränkter Alltagskompetenz“ haben in Sofia-Christinas Herzen einen ganz besonderen Platz und ihnen widmet sie sich ganz aufmerksam und rührend. Sie setzt auf Förderung und Übungen – auch Aiko nimmt sie dazu gerne mit, da mit ihm die Nähe umso schneller aufgebaut wird. Und dafür sind ihr viele der Angehörigen und natürlich die Patienten selbst ganz besonders dankbar.
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Geduld und Nächstenliebe
Die Chefin ist auch heute noch an vorderster Front, wenn es um die Betreuung ihrer Schützlinge geht, und hilft ebenso bei der Antragstellung, damit die finanzielle Unterstützung gewährleistet ist. Das Schönste an ihr jedoch ist, dass sie sich ihr Lächeln bewahrt hat und sich ihre Auszeiten nimmt, um sich täglich neu und mit viel Energie um ihre Kunden kümmern zu können. Sie ist stolz auf alles, was sie bisher geschaffen hat, und ihre Augen verraten, dass sie noch nicht am Ende
ihres Weges ist.

Ja, da geht noch was, Frau Krauza!

Seniorenhilfsdienst
Sofia-Christina Krauza
Königsberger Allee 92
47058 Duisburg-Duissern
Tel. 0203 - 29 82 03 10
www.krauza-betreuung.de

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