Dr. Elke Bartels ist "Spruchreif"

Zu Gast: die Polizeipräsidentin
Im Vorgespräch durfte ich bereits dabei sein, sie trägt ein schickes Kostüm, die Haare wohlfrisiert und sie wirkt sofort authentisch. An ihrer Seite im geschmackvollen Anzug ist ihr neuer Referent Thomas Sauer. Und schon geht es ins Studio: Die Scheinwerfer sind auf die beiden gerichtet, die Regie gibt kurze Anweisungen und schon beginnt der Gastgeber den Talk mit der Frage zum Sicherheitsempfinden – daraufhin verweist sie mit Recht auf die sinkenden Zahlen und auch darauf, dass durch Social Media viele Berichte breit gefächert und immer häufiger zu finden sind. Das erweckt neben den sogenannten Fake News bei den meisten eben auch das Unsicherheitsgefühl – trotz sinkender Zahlen.

Erfolge der Polizeiarbeit
Die Juristin mit der steilen Karriere kann von einer erhöhten Aufklärungsquote berichten und ist mit Recht stolz auf ihre ausgezeichneten Teams, die viel zur Aufklärung beitragen. Auch im Mordfall im Café Vivo, der durch das Know-how der Ermittler und die gründliche Spurensicherung der exzellent ausgebildeten Leute rasch aufgeklärt werden konnte. Sie beweisen, dass das Zusammenspiel aus Technik und Polizeiarbeit bestens funktioniert. So wurde unter anderem eine Hautschuppe von den Ermittlern der Kripo eigens nach München ins Labor gefahren, um den Mord aufklären zu können. Man spürt förmlich den Stolz.

Sie steht hinter ihren Leuten
Ihre Arbeit als Polizeipräsidentin begann im Jahr 2010, als sie mit Ernennung durch Innenminister Ralf Jäger als Nachfolgerin von Rolf Cebin nach der Loveparade ein schweres Erbe antrat. Doch Frau Dr. Bartels weiß, was sie bis heute bewegt hat und zeigt Selbstbewusstsein – sie jammert nicht, sondern fühlt sich hier in Duisburg am rechten Platz. Sie weiß auch um die Brennpunkte Duisburgs und was die Kollegen draußen leisten müssen. Ihre deutliche Haltung zur Null-Toleranz-Linie möchte der Moderator nun gerne wissen und sie nimmt eindeutig Stellung, indem sie hier klar ihren Polizisten und Polizistinnen mehr Freiraum gibt, um ihnen den Rücken zu stärken, und eine No-Go-Area – dies sind rechtsfreie Räume – gibt es für sie eindeutig nicht. Ihre Augen sind flink und lebendig und alles, was sie sagt, beweist, wie sehr sie sich mit ihrem Job identifiziert. Mario Mais hat sich bestens vorbereitet und hat sicher großen Wert darauf gelegt, einen guten Querschnitt ihrer bisherigen Leistungen aufzuzeigen.

Viel erreicht hat die Polizei durch das Thema Kameraüberwachung in Duisburg-Marxloh am Pollmann-Eck, denn die dient erhöhter Sicherheit. Auch die B8 ist dank erhöhter Polizeipräsenz nicht mehr der „Kurz-Sprint-Ring“ für die Hobby-Raser und somit ein gutes Gefühl für die Anwohner.

Sie hat Humor
Natürlich passt hier sicher nicht alles in eine begrenzte Sendezeit, doch die gebürtige Dortmunderin antwortet sehr offen und erfrischender Weise an den richtigen Stellen mit einer wirklich ordentlichen Portion Humor. So ist sie in Zivil auch mit den Streifenbeamten zur Beobachtung unterwegs, um sich selber ein Bild zu machen, was draußen passiert. Auf die Frage, wer sie sei, antwortet sie auch gerne mal „ich bin der Azubi“. Es ist immer noch ihr Traumberuf – und das glaubt man ihr einfach nur zu gerne. Eine starke Frau, die vielen als Vorbild dienen sollte.

Den ganzen Artikel könnt Ihr in der aktuellen Ausgabe April/Mai 2019 lesen!