Freilwillig einsatzbereit!

Sie sind Maschinenbau-Ingenieure, Verkäufer sowie IT-ler und haben ein uneigennütziges Hobby: Menschen zu helfen, Feuer zu löschen und die Kollegen der Berufsfeuerwehr tatkräftig bei Großschadenslagen zu unterstützen. Tatsächlich werden sie vom Leiter der Duisburger Berufsfeuerwehr nicht nur sehr geschätzt, sondern besetzen sogar wichtige Funktionen, um dem Feuerwehrverbund der Stadt Duisburg eine besondere Stärke zu gewähren. Freiwillige Feuerwehr-Frauen bzw. -Männer sind wichtig. Und es ist schön dazuzugehören sowie sinnstiftend, einen Teil der Freizeit ehrenamtlich zu verbringen … auch für Jugendliche ist es einfach. Einfach mal reinschauen bei den Freiwilligen Feuerwehren, denn das ist eine Community, bei der Zusammenhalt und Kameradschaft zählen.

Die Freiwillige Feuerwehr
Derzeit gibt es 530 Frauen und Männer, die sich ehrenamtlich in 13 Löschzügen im Duisburger Stadtgebiet engagieren. Sie halten Wachbesetzungen und Sicherheitswachen aller Art bei kontrollierten Feuern oder beim Feuerwerk – doch auch in Baerl, Mündelheim sowie Rumeln-Kaldenhausen fahren sie als Erstausrücker ihre Einsätze. Manche Wachen haben sich in den Jahren sogar spezialisiert und Sondereinheiten gebildet.

So besteht die Sondereinheit MANV (Massenanfall von Verletzten) aus einer Einsatztruppe der Freiwilligen Feuerwehr und des Deutschen Roten Kreuzes, die speziell dazu ausgebildet wurde, an einem zentralen Behandlungsplatz bis zu 50 Verletzte zu versorgen. Auch der Fernmeldedienst, der mit dem Einsatzleit- und Kommunikationscontainer die Leitstelle bei umfangreichen Einsätzen unterstützt, sowie die Wasserförderungseinheit, die große Mengen Wasser aus offenen Gewässern wie zum Beispiel aus dem Rhein beschaffen kann, gehören zu den Sondereinheiten.

Erst kürzlich habe ich die Versorgungseinheit mit ihrer rollenden Küche bei den geräumten Hochhäusern in Homberg angetroffen. Besonders wichtig für die, die im Einsatz unter schwerem Atemschutzgerät tätig sind, ist es, unerlässlich den Flüssigkeitsverlust auszugleichen. Alle Feuerwehrleute sind froh, wenn die Versorgungseinheit dabei ist!

LZ 730 – die Wache im Steinhof
Wir begegnen der Truppe an einem Dienstagabend, die sich hier nach Feierabend trifft, um sich auf den Ernstfall vorzubereiten. Stefan, der mit zwölf Jahren bei der Jugendfeuerwehr begann, ist Schlosser und bereits seit 22 Jahren mit Leidenschaft dabei. Marco arbeitet bei den Maltesern hauptberuflich im Rettungsdienst und er ist der Neue im Team. Er hat letztes Jahr beim „Mitmachtag“ reingeschnuppert und ist geblieben – die Kameradschaft und der Zusammenhalt bei der Feuerwehr haben ihn schon immer beeindruckt. Ich werde neugierig, da ist ja eine Frau! Sarah ist Beamtin und kam 2004 durch ihren Onkel, der bei der Berufsfeuerwehr war, zur Freiwilligen Feuerwehr – heute genießt es die Gruppenführerin, einfach etwas Sinnvolles in ihrer Freizeit zu machen, und leitet zudem die Jugendfeuerwehrgruppe Huckingen. Wie auch Laura, die seit ihrem 18. Geburtstag dabei ist und gerade ihr Abi macht und bereits 2006 bei der Jugendfeuerwehr begann, werden es immer mehr Frauen.

Markus, der Maschinist, begann schon 1991 bei der Jugendfeuerwehr in Krefeld und kam später durch seinen Umzug zum Löschzug 730 dazu. Er arbeitet bei Grillo Funke im Systemhaus als IT-ler, hat sein Fahrzeug voll im Griff und sieht definitiv nicht so aus, als ob er zwei linke Hände hätte. Gerade die Mischung aus Anpacken, Lösungen finden und dem Miteinander macht es für alle so interessant.

Den ganzen Artikel könnt Ihr in der aktuellen Ausgabe April/Mai 2019 lesen!